Sonntag, 21. Mai 2017

[Neuzugänge] Meine Buchzugänge von Januar bis April

Ich habe gerade nachgesehen: Auf diesem Blog gab es seit etwa 8 Monaten kein Neuzugänge-Post mehr. Einfach, weil ich irgendwie keine Lust auf diese Art von Post hatte (und teilweise gab es hier auch einfach keine Neuzugänge). Aber heute habe ich gerade merkwürdigerweise Lust, so einen Post zu schreiben, also los geht's! Auch wenn ich ein wenig aus der Übung bin...

Aus den ersten vier Monaten dieses Jahres (und oh man, die Zeit vergeht rasend schnell) kann ich euch 9 Neuzugänge zeigen. Mehr ist hier auch nicht eingezogen. Naja, da war noch "The sun is also a star", aber das ist auch schon wieder ausgezogen, deshalb ja. Diese neun:D Übrigens habe ich davon 7 auch schon gelesen (und ja, das macht mich ein bisschen stolz), also entstehen hier keine neuen SuB-Leichen.

"Phase Null" und "A Study in Scarlet" habe ich mir bei Tauschticket ertauscht. "Phase Null" war ein Muss, weil ich die "Maze Runner"-Trilogie super fand! Leider hat mir das Buch wirklich nicht gefallen. Ich glaube auch, dass das mein letztes Buch von James Dashner war. "A Study in Scarlet" ist eingezogen, weil ich im Januar komplett im Sherlock-Fieber war. Da war in meinen Gedanken auch nicht mehr Platz für irgendwas anderes. Das ist aber nach der letzten Folge schnell wieder verflogen (weil mir die Folge nicht wirklich gefallen hat, harmlos ausgedrückt), und deshalb ist das Buch auch noch ungelesen.
"Wo das Dunkel schläft" ist bei mir eingezogen, weil ich bei der Blogtour mitmachen durfte. Und hier kann ich es eigentlich kurz machen: Tolles Buch, eine meiner Lieblingsreihen, und wirklich schade, dass diese jetzt vorbei ist!
Bei einer Verlosung auf lovelybooks habe ich dann "Das Reich der sieben Höfe" gewonnen. Das Buch ist leider noch nicht gelesen, aber der Hype ist ja groß und ich bin wirklich gespannt! 

Mir fällt auf, dass dieses Bild sehr blau ist:D Insgesamt habe ich in letzter Zeit den Eindruck, dass ich viele blaue Bücher lese. Ist das so, weil ich irgendwie unbewusst eher dazu greife, oder sind blaue Cover gerade voll im Trend? Wer weiß, wer weiß...
"Hallo Leben, hört du mich?" war wirklich ein ganz süßes (Kinder-)Buch, das mir ganz gut gefallen hat. Umgehauen hat es mich nicht, aber es war wirklich niedlich.
Nach langer Zeit habe ich auch mal wieder bei einer Leserunde mitgemacht, und zwar zu "Ana und Zak". Das Buch hat mir leider gar nicht gefallen (die Charaktere waren mir nicht sympathisch und der Plot war teilweise etwas absurd), aber es war mal wieder spannend zu sehen, wie das in einer Leserunde so ist. Ich habe die Meinung von sehr vielen Mit-Lesenden teilen können, und irgendwie bestärkt das einen auch, so als ob man recht hätte mit seiner Meinung zu einem Buch:D Was meistens wohl Quatsch ist, weil Lesen ja extrem subjektiv ist, und viele werden die Charaktere bestimmt super finden. 
Dann ist auch "Tote Mädchen lügen nicht" hier angekommen, ich konnte mich dem Hype nicht versperren. Obwohl ich die Serie noch nicht gesehen habe (noch nicht, NOCH). Das Buch hat mir aber richtig gut gefallen, und mich ganz schön mitgenommen. Außerdem ist das mal ein richtig gutes Beispiel für einen echten Page-Turner.
Ich glaube, ich hatte vorher noch nie ein Buch vorbestellt, aber dann kam "The upside of unrequited" und das musste geändert werden. Und ich bin so froh, dass das Buch mir auch gefallen hat, jetzt ist das nämlich eine sehr positive Vorbestell-Erfahrung:D "The upside of unrequited" ist das neue Buch der Autorin von "Nur drei Worte" (oder "Simon vs. the homosapiens agenda"), und es hat mir tatsächlich nicht so gut gefallen wie "Simon" (das wäre auch echt schwer gewesen), aber es war trotzdem sehr süß und wirklich unheimlich lustig!
Zu guter Letzt wäre da noch "Hier könnte das Ende der Welt sein", auch ein Tauschticket-Neuzugang. Das Buch war mal etwas ganz anderes, und das war auch gut so. Ich fand es jetzt zwar nicht mega gut, aber es war wirklich lesenswert.

Das waren meine Neuzugänge aus den letzten vier Monaten. Kennt ihr die Bücher schon?^.^

Sonntag, 14. Mai 2017

[Rezension] Let's pretend this never happened - Jenny Lawson




Preis: ~ 8,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 330
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: April 2012
Verlag: Picador
Rezensionsexemplar?: nein


Inhalt

Jenny Lawson realized that the most mortifying moments of our lives - the ones we'd like to pretend never happened - are in fact the ones that define us. In Let's Pretend This Never Happened, Lawson takes listeners on a hilarious journey recalling her bizarre upbringing in rural Texas, her devastatingly awkward high school years, and her relationship with her long-suffering husband, Victor. 

Meine Meinung

Jenny Lawsons Buch “Irre glücklich” (oder “Furiously happy“) war letztes Jahr eines meiner absoluten Highlight. Ihre Geschichten konnten mich unheimlich gut zum Lachen bringen und ihr Umgang mit psychischen Problemen war für mich sehr inspirierend. Da musste ich natürlich auch zu ihrem anderen Buch greifen, und obwohl ich „Let’s pretend this never happened“ nicht ganz so gut fand wie „Irre glücklich“, sehe ich in dem Buch die selben Qualitäten.

Auch dieses Buch konnte mich sehr gut zum Lachen bringen, und das nicht nur ein paar mal. Denn Jenny Lawson ist schon eine sehr besondere Person, und bringt das auch sehr gut aufs Papier. Sie findet in jedem Gespräch wahrscheinlich das unpassendste Thema, und schreibt auch sehr viel über ausgestopfte Tiere und Zombie-Apokalypsen und Dinge die man sich eigentlich unmöglich ausdenken kann. Wenn das auch nur wage den eigenen Humor trifft, dann hat man beim Lesen schon unheimlich viel zu lachen. 

Da die Autorin mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, kriegt man in diesem Buch (ihren Memoiren) auch etwas dazu zu lesen, und ich finde, dass sie toll mit diesem Thema umgeht. Man kann nachvollziehen, wie sie sich fühlt, und in gewisser Weise findet man sich in der ein oder anderen Geschichte auch wieder. Dabei ist das an ein paar Stellen etwas bedrückend, aber meistens ist es sehr aufmunternd und inspirierend.

In jedem Kapitel des Buchs gibt es eine neue Geschichte aus dem Leben der Autorin, die alle nicht wirklich zusammenhängen. Es ist also perfekt, um mal für 10 oder 20 Seiten in ihre Welt einzutauchen, danach kann man es aber auch wieder weglegen. Ich hatte nie den unbedingten Drang, weiterlesen zu müssen und habe das Buch eher nebenbei gelesen. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht. Bei den vielen einzelnen Geschichten ist es dann natürlich auch so, dass manche einem besser gefallen als andere, aber das ist ja normal.

Für mich sind Jenny Lawsons Bücher unheimlich witzig und wirklich sehr sympathisch und inspirierend. Ihre Geschichten zu lesen fühlt sich ein wenig so an wie sie von ihr persönlich erzählt zu bekommen. Allerdings würde ich unbedingt empfehlen, erst einmal in eine Leseprobe reinzulesen, denn an ihren Büchern ist alles ziemlich speziell: Schreibstil, Erzählweise, die Gedankengänge und auch einfach was passiert. Und das wird nicht jedem gefallen. Aber wenn man sich damit anfreunden kann wird man wirklich viel Spaß mit ihren Büchern haben!

Fazit

„Let’s pretend this never happened“ hat mir viel Spaß bereitet. Ich habe es zwar nur nebenbei gelesen, aber ich fand es sehr witzig und unheimlich sympathisch und freue mich schon auf mehr Bücher der Autorin!

Sonntag, 7. Mai 2017

[Neues Lieblingsbuch] Carry on - Rainbow Rowell




Inhalt

Simon Snow is the worst chosen one who's ever been chosen

That's what his roommate, Baz, says. And Baz might be evil and a vampire and a complete git, but he's probably right.

Half the time Simon can't even make his wand work, and the other half, he sets something on fire. His mentor's avoiding him, his girlfriend broke up with him, and there's a magic-eating monster running around wearing Simon's face. Baz would be having a field day with all this, if he were here - it's their last year at Watford School of Magicks, and Simon's infuriating nemesis didn't even bother to show up. 

Meine Meinung

Kurzschluss. Ich habe eigentlich keine Worte für dieses Buch, ich liebe es einfach so sehr und alles andere ist ausgeblendet. Aber diese Rezi versuche ich jetzt trotzdem mal zu schreiben. Ein neues Lieblingsbuch hat schließlich auch ein kleines Statement verdient.

Ich glaube, zwischen mir und diesem Buch hat es klick gemacht. Das klingt vielleicht komplett bescheuert, aber ich meine es einfach in dem „das richtige Buch für den richtigen Leser“-Sinn. Ich falle genau in die Zielgruppe für dieses Buch und gleichzeitig hat dieses Buch alles, was ich mir wünsche. Das heißt vielleicht auch, dass nicht jeder das Buch so genial findet wie ich, weil dieser Match nicht unbedingt bei jedem gegeben ist. Trotzdem sei hier mal kurz erklärt, warum ich das Buch für saugut halte.

      1. Mehr Hommage als Abklatsch: Auf jeder Seite erinnert „Carry on“ einen an Harry Potter, das lässt sich gar nicht verhindern, wenn man sich ein bisschen mit den Harry Potter Büchern auskennt. Und auf Goodreads habe ich auch gelesen, dass das einige Leser sehr stört. Aber für mich ist es nicht im geringsten einfach ein Abklatsch. Es ist Rainbow Rowells Version einer Geschichte mit einer Zauberschule und einem auserwählten Jungen. Und alle kleinen Details, die zwar an die Welt von Harry angelehnt sind, aber doch sehr einzigartig, die fand ich zumindest unheimlich charmant. Das Buch hat mich Harry Potter auf eine ganz bittersüße Art und Weise vermissen lassen, aber ab einem gewissen Punkt war ich so sehr in der Geschichte drin, dass ich die Welt von „Carry on“ als etwas komplett Eigenständiges genießen konnte.

2. Die Charaktere stehen im Mittelpunkt: Irgendwie ist „Carry on“ ja schon ein Fantasybuch, aber beim Lesen habe ich es nie so betrachtet. Die Welt wird logisch erklärt und die Atmosphäre stimmt auch, aber was hier wirklich im Mittelpunkt steht sind die Charaktere. Und zwar nicht nur Simon. Man kriegt hier keinen dominanten Protagonisten zusammen mit blassen Nebencharakteren ohne Persönlichkeit, sondern Charaktere mit logischen Gefühlen. Manchmal wird es dem Helden der Geschichte halt auch zu viel, und in „Carry on“ wird das endlich auch so behandelt. Man kann nachvollziehen, was die Charaktere fühlen, und jede Figur ist einzigartig. Dann gibt es da sogar ein Mädchen, dass in jedem anderen Buch wahrscheinlich als Zicke dastehen würde. In „Carry on“ ist sie dann einfach jemand, der sich für sein Leben etwas Anderes wünscht als alle anderen, und das versteht man dann. Und dann muss man es auch nicht abstempeln, weil DIE CHARAKTERE GUT UND SINNVOLL DARGESTELLT WERDEN. Mensch!

3     3. A Love Letter to Love stories: So steht das auf der Rückseite meiner Ausgabe, ein Liebesbrief an Liebesgeschichten ist dieses Buch. Und dem kann ich nur zustimmen. Natürlich steht die Liebesgeschichte unseres Protagonisten mit … das sei an dieser Stelle nicht verraten … im Fokus. Und diese Liebesgeschichte macht einfach süchtig, und sie ist süß und macht glücklich und was nicht sonst noch alles. Wirklich, ein neues OTP! Aber es gibt noch so viele andere Liebesgeschichten in diesem Buch, alle ein wenig im Hintergrund, aber auch sie zeigen wie so eine Beziehung ablaufen kann. Da gibt es eine Fernbeziehung und eine glückliche Ehe und eine eher obsessive Beziehung, aber alles ohne Drama. Einfach toll!

4    4. FREUNDSCHAFT: Ja, hier wird Freundschaft groß geschrieben (hehe). Die Freundschaft von Simon und Penny ist eine, wie man sie in Jugendbüchern nicht mehr so oft findet. Sie ist wirklich zum dahinschmelzen, wenn man mal etwas kitschiger werden möchte. Die beiden sind immer füreinander da, es ist absolut keine Zweckgemeinschaft, es vermittelt die richtigen Werte, einfach hach! 

          5. Gefühlsachterbahn: Ja, das Buch nimmt einen einmal mit durch die komplette Gefühlspalette. Am Anfang ist man zusammen mit Simon sehr ungeduldig und wartet, dass etwas Bestimmtes passiert. Und dann hat man sehr oft ein dümmliches Grinsen im Gesicht und muss oft lachen, bis man dann am Ende Tränen in den Augen hat. Einmal das komplette Paket. Was will man auch mehr?? Übrigens ist das Buch wirklich sehr sehr witzig! Es gibt wirklich viele Wortspiele und Anspielungen auf Serien und Musik und alles Mögliche. 

6    6. Es ist verdammt clever!: Für mich macht alles in diesem Buch einfach so viel Sinn, und das hat mich immer wieder viel zu sehr gefreut. Wie in dieser Welt die Magie funktioniert – clever. Wie die Charaktere reagieren – echt logisch und wirklich sehr clever! Dass es nicht nur komplett Gut und Böse gibt sondern so viele Grauabstufungen (aber nicht ausgerechnet 50) – mega clever! Alle möglichen kleinen Bemerkungen und wann Details verraten wurden um den Leser am Ball zu halten, ich fand das alles so nah an perfekt dran, wie eine Geschichte eben kommen kann.

7      7. Der eine Kritikpunkt: Tja, was macht man mit einem Buch, wenn der einzige Kritikpunkt ist, dass man einfach mehr erfahren möchte? Richtig, man hebt es auf ein ganz hohes Podest. Wirklich, das einzige, dass mich an „Carry on“ stört, ist, dass ich noch mehr über die Charaktere und die Geschichte wissen möchte, als verraten wird. Und bei mir kommt es praktisch nie vor, dass ich mir wünsche, dass ein Buch länger ist. Aber hier schon. Und nicht, weil die Länge des Buchs der Geschichte nicht gerecht geworden ist oder so, sondern einfach weil ich mehr will! Oder braucht, zum Überleben.

Ich könnte weitermachen, aber ich finde, 7 ist eine ganz gute Zahl für eine Aufzählung. Gut, dann habe ich das Buch ja jetzt so sehr gelobt, dass es die entstandenen Erwartungen niemals wird erfüllen können, Ziel erreicht! Oder so. Eigentlich wollte ich nur sagen: Ich habe ein neues Lieblingsbuch in meiner Hall of Fame der Lieblingsbücher. Und das aus gutem Grund, denn es ist nicht nur irgendein Buch dass ich nicht mehr zur Seite legen konnte, sondern es macht so so viel richtig. Garggh, es muss mehr von diesen Büchern geben, die ihre eigenen Charaktere respektieren und einen beim Lesen so glücklich machen!