Samstag, 7. Januar 2017

[Rezension] Von Mr. Holmes zu Sherlock - Mattias Boström




Preis: 14,99€
Einband: broschiert
Seiten: 608
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Dezember 2015
Verlag: btb
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Auch mehr als 125 Jahre nach seinem ersten Fall erfindet sich Sherlock Holmes immer wieder neu: Benedict Cumberbatch interpretiert den genialen Meisterdetektiv moderner und persönlicher denn je, Regisseur Guy Ritchie inszeniert ihn als humorvoll-amüsanten Gentleman und Herr-der-Ringe-Star Ian McKellen wagt sich an eine Version des pensionierten Holmes. Aber woher rührt der weltweite Mega-Erfolg des unkonventionellen Privatermittlers? Was fesselt Generationen von Lesern, Hörern und Zuschauern an den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle? Und wer ist das reale Vorbild für die vielleicht größte literarische Figur aller Zeiten? Der schwedische Sherlock-Holmes-Experte Mattias Boström begibt sich in diesem aufwändig recherchierten Buch auf Spurensuche, um das Erfolgsgeheimnis des Mannes aufzudecken.


Meine Meinung
Zugegeben, ich wollte dieses Buch lesen, weil die Umrisse des Benedict Cumberbatch-Sherlock auf dem Cover zu sehen sind. Manchmal greift man aus den komischsten Gründen zu einem Buch, und manchmal geht das schief. Diesmal wurde ich dafür aber mit einer sehr aufschlussreichen und vor allem unheimlich informativen Lektüre belohnt.

Ich schätze, um dieses (doch recht dicke) Buch zu lesen und am Ball bleiben zu können, muss man sich schon sehr für alles interessieren, was sich um Sherlock Holmes rankt. Es geht nämlich darum, wie die Geschichten um den Meisterdetektiv entstanden sind und was in den darauffolgenden Jahren (bis heute) mit ihnen passiert ist. Und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich sehr viel gelernt habe. Für mich war es sehr spannend zu lesen, was Arthur Conan Doyle immer wieder inspiriert hat und wie seine Haltung zu seiner eigenen Figur Sherlock Holmes war. Und erschreckend, welch große Rolle Geld immer wieder bei der Entstehung der Geschichten gespielt hat (aber ich schätze, so läuft so etwas einfach). Nur in den Abschnitten, in denen es darum geht, was Conan Doyles Söhne mit seinem Erbe gemacht haben, hat sich das Buch für mich gezogen (und ich habe mich über die Erben geärgert), ansonsten war ich immer neugierig darauf, noch mehr zu erfahren und wollte weiterlesen.

Ich hatte das Gefühl, dass das Buch unglaublich gut recherchiert war, zumindest soweit ich das beurteilen kann. Und so kriegt man wahrscheinlich einen wirklich guten und auf jeden Fall sehr sehr umfassenden Einblick in alles, was von Anfang an um Sherlock Holmes herum passiert ist. Und mit umfassend meine ich wirklich sehr sehr umfassend:D Man erfährt etwas über die ersten Illustratoren der Geschichte und die Redakteure und sogar über die Autoren, die mit Arthur Conan Doyle Kricket gespielt haben. Dass man das dann trotzdem noch spannend findet, liegt daran, dass der Schreibstil eher nicht der eines Sachbuches ist, sondern wirklich eine zusammenhängende Geschichte erzählt, eben mit sehr vielen Charakteren.

Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert für alle, die sich für die Thematik interessieren. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man immer wieder merkt, wie sehr der Autor selbst an dem Thema hängt.

Fazit
Ich fand es sehr aufschlussreich, mit diesem Buch in die Welt von Sherlock Holmes einzutauchen. Es ist toll recherchiert, man lernt dabei eine Menge, und jeder Holmes-Fan wird damit seine Freude haben.
 4 von 5 Blättern

Donnerstag, 5. Januar 2017

Mein Lesejahr 2016

Hallo ihr Lieben^.^ Ich dachte, ich schreibe auch mal einen abschließenden Beitrag zu meinem Lesejahr, zumal ich damit eigentlich ziemlich zufrieden war. Anfang des Jahres hatte ich mir vorgenommen, 50 Bücher zu lesen, und dachte eigentlich, dass das schon ein sehr sportliches Ziel ist. Aber ich habe es tatsächlich geschafft *auf-Schulter-klopf* und 53 Bücher gelesen, womit ich sehr zufrieden bin! Für 2017 habe ich mein Ziel mit 40 Büchern allerdings wieder etwas niedriger gesteckt und gehe ganz entspannt an die Sache ran.

Für 2016 hatte ich auch ein SuB Ziel: Ich wollte von 92 SuB-Büchern auf 75 kommen. Tja, und wie ist das gelaufen? Das Jahr habe ich mit 43 Büchern auf dem SuB beendet, voller Erfolg, doppelter Schulter-Klopfer! Der SuB ist ja manchmal ein etwas heikles Thema, aber ich für meinen Teil fühle mich mit einem kleinen SuB einfach etwas wohler und bin deshalb mit der Entwicklung extrem zufrieden. Für 2017 nehme ich mir in diesem Bereich einfach nur vor, dass es in dieselbe Richtung weitergeht.

2016 habe ich auch etwas mehr auf Englisch gelesen, 8 Bücher sind es geworden. Das klingt vielleicht nicht nach besonders viel, aber ich bin damit schon sehr glücklich und hoffe, dass es dieses Jahr noch mehr wird. Vor allem habe ich gemerkt, dass auf englisch zu lesen bei weitem nicht so schwer ist wie ich befürchtet habe! Man muss nur erstmal reinkommen, dass läuft das schon irgendwie:D

Was Neuzugänge angeht, so waren es im letzten Jahr 35 Bücher, habe ich gerade beim nachzählen festgestellt. Ich weiß gar nicht so richtig, was ich jetzt mit dieser Zahl anfangen soll, aber ich kann absolut damit leben:D

Jetzt wollte ich gerne noch meine Jahreshighlights vorstellen. Ich habe 2016 viele Bücher gelesen, die ich sehr gerne mochte (und auch einige, die ich schrecklich fand), und ich will hier nochmal meine 10 absoluten Highlights ins Rampenlicht rücken:) Die Bücher sind jetzt übrigens nicht nochmal in eine Rangfolge gebracht, sondern danach sortiert, wann ich sie gelesen habe.

"Mit anderen Worten: ich" war mein erstes Highlight in 2016 und ist für mich wirklich ein besonderes Buch. Es ist sehr berührend und hat einen tollen und poetischen Schreibstil, und meiner Meinung nach ist es auch wesentlich weniger klischeehaft als viele andere Jugendbücher.

Dieses Buch darf hier auf gar keinen Fall fehlen! "Nur drei Worte" hat mich wirklich umgehauen, ich konnte es tatsächlich nicht aus der Hand legen, was mir sehr selten passiert. Ich fand es witzig und herzerwärmend und auch irgendwie weise und es ist eines von 6 Büchern aus dem letzten Jahr, die es in meine "Lieblingsbuch"-Hall of Fame geschafft haben. (Ja, ich habe viele Lieblingsbücher, immer wenn ein Buch mich von den Socken haut kommt es in die Hall of Fame:D)

Auch "Looking for Alaska" ist in die Hall of Fame eingezogen. Für mich ist das Buch mit TFIOS gleichgezogen, ich liebe es einfach. Die Charaktere sind fantastisch, und ja, viel zu schlau, aber ich liebe das, und die Botschaft ist toll, und es war einfach sehr relatable und hat mich tief berührt. Ich fand es grandios!

Auch dieses 60 Seiten-Büchlein hat es unter meine Highlights geschafft (und ebenfalls unter meine Lieblingsbücher). Von der Autorin von "Eleanor und Park" ist diese Kurzgeschichte rausgekommen, in der es um ein Mädchen geht, die tagelang ansteht, um den neuen Star Wars Film zu sehen, und was soll ich sagen? Wie kann eine Geschichte auf so wenigen Seiten so witzig und herzerwärmend sein und wie kann ich mich so gut darin wiederfinden? Keine Ahnung, aber "Kindred Spirits" schafft das!

Ich hatte sehr gehofft, dass "Dich immer wiedersehen" mir gefällt, aber ich war überrascht, wie sehr es mir letztendlich gefallen hat! Ich fand es einfach süß, süß, süß! Und hatte beim Lesen eine tolle Zeit!

...und schon wieder ein Hall of Fame-Buch. Ich fand "You're never weird on the internet (almost)" fantastisch! Es sind die Memoiren von Felicia Day (die manch einer vielleicht aus Supernatural kennt), und das Buch hat mir so viel beigebracht und sich selbst ausleben und zu sich selbst stehen aber auch auf sich selbst aufpassen. Einfach toll!

"All the bright places" hat mir auch sehr gut gefallen! Es ist eine bittersüße Geschichte, die mich wirklich berühren konnte. Und hatte mit Theodore Finch auf jeden Fall einen meiner Lieblingscharaktere in diesem Jahr.
 
Ach, dieses Buch! Wenn ich nur ein Jahreshighlight nennen dürfte, es wäre dieses. Ein Highlight, ein neues Lieblingsbuch, ein neues OTP, ein neuer Book-boyfriend, ein süßes und herzerwärmendes und an manchen Stellen auch ein trauriges Buch, in dem ich mich auf jeden Fall wiederfinden konnte. Ich liebe es so sehr!

"Irre glücklich" ist der letzte Hall of Fame-Kandidat und hat mich auf jeden Fall irre glücklich gemacht (der Wortwitz lag einfach zu nahe). Geschichten aus dem wahren Leben einer Frau, die zwar unter Depressionen leidet, aber trotzdem jeden Lacher und jede Verrücktheit mitnimmt, die das Leben ihr vor die Füße wirft. Ganz im Ernst, das Buch hat mich glücklich gemacht!

Das letzte Buch, dass ich 2016 gelese habe, hat es auch noch unter die Highlights geschafft. Das "Fantastic Beasts"-Screenplay sieht nicht nur umwerfend aus, wenn man es liest entführt es einen wieder in den tollen dazugehörigen Film. Außerdem hat es so tolle Charaktere und fantastische Wesen und es ist einfach wieder fantastisch geschrieben. Und es hat mir ein neues Lieblingszitat gebracht: "My philosophy is that worrying means you suffer twice."
 
 
Tja, das war mein Lesejahr und das waren meine Lesehighlights. Ich bin eigentlich mit beidem sehr zufrieden. Wie lief es bei euch so?:)

Freitag, 30. Dezember 2016

[RealTalk] Meine faule Haltung zum Bloggen

Puh, lang lang ist's her seit ich das letzte Mal richtig gebloggt habe. Ich habe es ziemlich vermisst, Posts zu schreiben, aber ich habe mir auch einige Gedanken über das Bloggen gemacht, darum soll es jetzt mal gehen. 

Mir kommt es so vor, dass viele Blogger immer professioneller werden, und das ist toll. Zumindest schonmal für mich, wenn ich diese Blogs lese. Das Design sieht dann immer toll aus, die Posts haben Struktur (und Routine, wie auch immer man dazu steht), man ist gut informiert wenn man den fünften Post zu den kommenden Neuerscheinungen liest und ist bei vielen Lesemonaten schon einmal leicht eingeschüchtert. Vielleicht geht es auch nur mir so, weil ich wie immer zu viel über alles nachdenke. Anyway, worauf ich hinauswill: Viele Leute bloggen mittlerweile mit Struktur und Plan, und das hat sicherlich viele Vorteile.

Eine Zeit lang habe ich das ganze von meiner Quasi-Blogpause aus betrachtet und dachte mir: Boah, das will ich auch! Los los, drei bis vier Posts in der Woche, jeder mit supertollen selbstgemachten Instagram-Bildern und den Link dann auf mindestens 3 sozialen Netzwerken teilen. Yeah, das wird super! Das klingt vielleicht jetzt schon ironisch, dabei ist es gar nicht so gemeint. Ich finde das beeindruckend, manche Blogs sind richtige kleine Kunstwerke, auf denen ich richtig gerne meine Zeit verbringe (obwohl ich das mit dem Kommentieren nochmal üben sollte). Wer mit so viel Disziplin und auch Talent bloggt hat auf jeden Fall schonmal meinen Respekt!

Aber mir ging dann irgendwann auf, dass ich das für mich nicht will, mal ganz davon abgesehen dass ich das auch gar nicht könnte. Meine Bilder sehen aus wie mit einer Kartoffel geschossen und meine Texte müssen oft ohne roten Faden auskommen. Und Disziplin sucht man bei mir sowieso mehr als nur vergeblich. Mein Jahr hatte für mich tolle Höhen und eklig tiefe Tiefen und am Ende blieb dann die Erkenntnis, dass man sich auch mal um sich selbst kümmern muss. Und für mich heißt das, dass ich zumindest meine Freizeit genauso gestalten sollte, wie es mich am glücklichsten macht.
 
Okay wow, das ging jetzt etwas tiefer, als geplant. Aber mein Punkt ist folgender: Ich mag es zu bloggen, ich liebe es über Bücher zu reden und es gibt auch einige andere Themen, über die ich mich gerne auslasse. Und diese Sachen mache ich in erster Linie für mich selbst. Oh man, das wird jetzt schrecklich egoistisch klingen-.- Aber ich schreibe einen Post, weil es MIR Spaß macht, denn es ist MEIN Hobby. Und wenn ich nur alle zwei Monate Lust dazu habe, dann ist das für mich okay, solange ich mich damit wohlfühle. Und vielleicht habe ich mal Zeiten, in denen ich jeden Tag blogge (kaum vorstellbar, aber wer weiß), solange das für mich selbst okay ist, dann geht's mir auch gut damit:D Und wenn ich verwackelte Bilder für meine Posts mache oder mal aus Versehen einen Rechtschreibfeler ähh Fehler mache dann will ich nicht, dass mich das stresst. Das hier ist nicht mein Job, Geld gibt's dafür nicht, es soll Spaß machen. Ein Hobby eben. Ein Hobby, mit dem ich keine Preise gewinnen will, das ich nicht zu Geld machen möchte, das einfach nur ein Rückzugsort sein soll. Und deshalb gestalte ich es zu meinen Bedingungen.

Das ist praktisch meine Erklärung dafür, warum ich teilweise wochenlang nicht blogge: Ich habe manchmal keine Lust, manchmal keine Motivation, und manchmal mangelt es mir an beidem. Und ich möchte mich nicht dafür entschuldigen, kein "Sorry, ich hatte super viel zu tun, ich gelobe Besserung". So wird das hier nicht mehr sein. Wenn kein Post kommt, dann aus freien Stücken, weil ich meine Zeit gerade lieber in andere Sachen investiere. Und wenn es nur Netflix ist, who cares?

Ich habe das Gefühl, dass ich das nochmal klarstellen muss: Ich finde es toll, wenn Leute Arbeit und Fleiß in ihre Blogs investieren, ich bin sicher, dass das die entsprechenden Blogger auch sehr glücklich macht. Ich habe nur mal wieder einen viel zu langen Post für eine einfache Botschaft geschrieben: Das ist nichts für mich. Jedem das Seine. Und wisst ihr, was toll ist? Hat ziemlich viel Spaß gemacht, diesen Post zu schreiben:D

Samstag, 3. Dezember 2016

[Rezension] Irre glücklich - Jenny Lawson





Preis: 16,99€
Einband: broschiert
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Verlag: Kailash
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Auf ihre unnachahmlich liebenswürdige und verrückte Art beschreibt Jenny Lawson ihren Kampf mit Depressionen und Angststörungen. Indem sie »Ja« zu absurden Möglichkeiten sagt und so alltägliche Momente wundervoll macht, findet sie ihre ganz persönliche Waffe gegen die Krankheit. Ja zu der Liebe zu einem ausgestopften Waschbären, ja zu einer Australienreise, obwohl es sie oft überfordert, auch nur das Haus zu verlassen, ja zu Voodoo-Vaginas, Ponys im Flugzeug und mitternächtlichen Katzenrodeos. In den dunklen Stunden zehrt sie von diesen Erinnerungen – eine Einstellung, die ihr Leben gerettet hat. Mit unendlich viel Humor, Mut und Ehrlichkeit will die Autorin zeigen, dass wir nicht allein sind, und uns die Stärke geben, trotz Depressionen das Leben auszukosten.

Meine Meinung
Was für ein tolles, tolles Buch! Ich bin wirklich schwer begeistert, man könnte sagen, das Buch hat mich irre glücklich gemacht. Dabei würde man das bei der Thematik vielleicht nicht unbedingt annehmen.

Die Autorin und Bloggerin Jenny Lawson erzählt in „Irre glücklich“ Geschichten aus ihrem Leben, manchmal geht es aber auch nur um ihre Gedanken oder kleine Streitereien in ihrer Ehe. Es ist praktisch eine Sammlung von vielen Essays, alle unter der Überschrift „psychische Störungen“, denn die Autorin leidet unter anderem an Depressionen und einer Angststörung. Trotzdem hat sie eine fantastische Lebenseinstellung, sie will „irre glücklich“ sein, in den Momenten, in denen die Krankheiten nicht dominieren. Aus diesen Momenten will sie alles rausholen. Und, wie sie sagt, ist „verrückt sein“ manchmal auch genau das Richtige.

Dieses Buch ist vielleicht das witzigste, das ich jemals gelesen habe. Denn Jenny Lawson lebt ihr „verrückt sein“ richtig aus. Und wie! Und davon zu lesen ist einfach fantastisch! Von ihren ausgestopften Waschbären oder den kreativsten Katzennamen oder ihrer Reise nach Australien, natürlich unmöglich ohne Känguru-Kostüm! Für mich gab es in jedem Kapitel etwas zu lachen.
Gleichzeitig ist es an manchen Stellen auch sehr berührend. Wenn es um ihre Krankheiten geht und darum, wie diese sich äußern. Das hat mir dann teilweise durchaus auch die Tränen in die Augen getrieben.

In dem Buch geht es nicht um eine fortlaufende Geschichte (man wird schon im Vorwort darauf hingewiesen, dass man keinen roten Faden erwarten sollte). Es ist einfach so, als ob die Autorin ihre Gedanken für uns aufgeschrieben hätte. Und in diesem Fall reicht das auch schon für ein ganz besonderes und wundervolles Buch, das einen zum Lachen bringt und einen tief berührt. Für mich ist es definitiv eines meiner Jahreshighlights!

Fazit
„Irre glücklich“ hat mich beim Lesen ganz einfach irre glücklich gemacht. Es ist unheimlich witzig und kreativ und gibt dennoch einen guten Einblick in das Leben mit psychischen Störungen. Für mich ist das Buch ein absolutes Highlight!

5 von 5 Blättern

Donnerstag, 1. Dezember 2016

[Rezension] An Abundance of Katherines - John Green





Preis: 8,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 272
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Verlag: Penguin Random House
Rezensionsexemplar?: nein



Inhalt
When it comes to relationships, Colin Singleton’s type is girls named Katherine. And when it comes to girls named Katherine, Colin is always getting dumped. Nineteen times, to be exact. On a road trip miles from home, this anagram-happy, washed-up child prodigy has ten thousand dollars in his pocket, a bloodthirsty feral hog on his trail, and an overweight, Judge Judy–loving best friend riding shotgun—but no Katherines. Colin is on a mission to prove The Theorem of Underlying Katherine Predictability, which he hopes will predict the future of any relationship, avenge Dumpees everywhere, and finally win him the girl. 

Meine Meinung
Mit diesem Buch habe ich endlich mein Vorhaben umgesetzt, alle John Green Bücher zu lesen. Und sich sowas vorzunehmen war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, denn ich mochte alle Bücher des Autors und kann sie alle empfehlen. So auch „An Abundance of Katherines“ oder im Deutschen „Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen“. 

Meiner Meinung nach hat dieses Buch den typischen John Green-Stil: Tolle Charaktere, die aber alle gefühlt viel zu schlau sind, einen großartigen Schreibstil mit tollen Metaphern und eine Geschichte, in der viel passiert, während eigentlich gar nichts passiert. Und ich LIEBE diese Mischung! Generell gilt für mich: Wer ein John Green-Buch mochte, wird wahrscheinlich auch die anderen mögen (wobei TFIOS da eine Ausnahme ist, denn dieses Buch mag irgendwie jeder). 

Ich denke allerdings, dass man schon wirklich offen sein sollte für die Geschichte (und eben John Greens Stil), um „An Abundance of Katherines“ genießen zu können. Denn das Buch ist zwar kurz, hat aber dennoch ein paar Längen. Und es hat Mathe (ja echt, mit Formeln und Graphen und so). Und der Protagonist ist vielleicht ein bisschen weinerlich. Aber was sind Dinge, die das Buch auch hat? Eine tolle Darstellung von Freundschaft! Und von Heimatverbundenheit. Und von Zukunftsängsten. Und Charaktere, mit denen man mehr Zeit verbringen möchte, als man kann. Und, wie vielleicht schon deutlich geworden ist, John Greens Schreibstil!

Also ja, alles in allem kann ich „An Abundance of Katherines“ auf jeden Fall empfehlen. Obwohl es vielleicht nicht das erste Buch ist, das man von John Green lesen sollte. Aber sie sind alle toll, also was macht das schon für einen Unterschied?;)

Fazit
So wie jedes John Green Buch fand ich auch dieses hier super. Ich empfehle euch einfach all seine Bücher;) Dieses hier im speziellen aber wegen dem tollen Schreibstil, der tollen Freundschaft und vielleicht auch wegen Mathe;)
4,5 von 5 Blättern

Dienstag, 29. November 2016

[Rezension] Das Ja-Experiment - Shonda Rimes





Preis: 16,99€
Einband: broschiert
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Verlag: Heyne
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Shonda Rhimes schreibt Drehbücher für die erfolgreichsten Serien: Grey’s Anatomy, Private Practice und How to Get Away with Murder sind auch hierzulande Publikumsrenner. Bloß beim Drehbuch für ihr eigenes Leben fehlt ihr der nötige Schwung: Privat ist sie schüchtern, ängstlich, menschenscheu. Bis sie eines Tages beschließt, sich zu ändern. Mit einem filmreifen Trick: einfach ein Jahr lang zu allem Ja sagen.

Meine Meinung
Ich mag inspirierende Bücher mit einer lebensbejahenden Botschaft. Und ich mag Serien. „Das Ja-Experiment“ ist ein inspirierendes und lebensbejahendes Buch von einer Frau, die Serien zu ihrem Beruf gemacht hat. Mehr musste ich nicht wissen, um das Buch lesen zu wollen.

Um genauer zu sein ist das Buch von Shonda Rimes, dem kreativen Kopf hinter den Serien „Grey’s Anatomy“, „Scandal“ und „How to get away with Murder“. Es geht um das Jahr, in dem sie angefangen hat, Ja zu Dingen zu sagen – und darum, wie grundlegend das ihr Leben verändert hat.

Das Buch zu lesen war für mich einfach schön, anders kann ich es kaum sagen. Es war ganz einfach schön zu erfahren, wie diese Frau ihr Leben geändert hat und positiver geworden ist und wie sie im Umkehrschluss dadurch jede Menge positive Erfahrungen sammeln konnte und tolle Dinge erleben durfte. Und es ist auch tatsächlich sehr inspirierend! Es bringt einen dazu, selber Ja sagen zu wollen, wenn man das nächste Mal vor einer Entscheidung steht. Und so ein positiver Effekt von einem Buch ist doch toll!

Ich fand es besonders interessant, auf wie viele verschiedene Arten man letztendlich ja sagen kann. Man kann ja zu Gelegenheiten sagen, aber auch zu sich selbst und zur Familie, man kann ja zum „nein sagen“ sagen (etwas kompliziert, oder?), man kann ja zum Mut sagen. Und all diese Ja’s verändern das Leben bestimmt ein bisschen. Das ist in diesem Buch wirklich sehr toll dargestellt.

Mir hat auch der Schreibstil wirklich gut gefallen. Es hat sich so gelesen, als ob die Autorin einfach ganz ungefiltert ihre Gedanken aufgeschrieben hat. Dadurch gab es ein paar tolle (und häufig richtig witzige) Vergleiche und Metaphern und generell war das Buch sehr lustig. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sich die Gedankengänge manchmal ein wenig im Kreis gedreht haben.

In dem Buch gibt es einige Anspielungen auf „Grey’s Anatomy“ und „Scandal“, ich gucke die Serien leider nicht, aber für Fans ist das vielleicht interessant. Wenn man sich nicht für die Serien interessiert, stören die Anspielungen einen aber auch überhaupt nicht, zumindest ging es mir so.

Fazit
Meiner Meinung nach ist „Das Ja-Experiment“ ein wirklich inspirierendes und humorvolles Buch und ich habe es sehr gerne gelesen. Wenn einen der Klappentext schon interessiert, dann ist das Buch auf jeden Fall einen genaueren Blick wert!
4 von 5 Blättern