Sonntag, 1. April 2018

[Rezension] A Study in Scarlet - Arthur Conan Doyle




Preis: 5,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 142
Reihe?: Teil 1
Erscheinungsdatum: 1887
Verlag: Penguin English Library
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

Eine Studie in Scharlachrot erzählt von der ersten Begegnung zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson sowie ihrem ersten gemeinsamen Fall. Auf der Suche nach einer Unterkunft in London trifft Dr. Watson den »Beratenden Detektiv« Sherlock Holmes, und sie beziehen gemeinsam eine Wohnung. Holmes' exzentrische Art und seine geheimnisvolle Tätigkeit wecken Watsons Neugier. Kein Wunder also, dass er seinen neuen Freund bei dessen nächstem Auftrag begleitet: In einem verlassenen Haus wurde die unversehrte Leiche eines Amerikaners gefunden. An der Wand des Zimmers steht, mit Blut geschrieben, das deutsche Wort »Rache«. Trotz vieler Ungereimtheiten kommt Sherlock Holmes dem Mörder schon bald auf die Spur...

Meine Meinung

Ich möchte eigentlich so gut wie alle Klassiker, die es da draußen gibt, irgendwann mal lesen, aber ich traue mich nie an sie heran. Ich befürchte immer, dass solche Bücher zu lesen anstrengend ist und lange dauert und ich die Hälfte sowieso nicht verstehe. Aber jetzt habe ich mich mal wieder an so ein Buch herangewagt und es sogar sehr genossen.

Ja wahrscheinlich gehören die "Sherlock Holmes"-Bücher zu den Klassikern, die leichter zu lesen sind, aber ich war trotzdem überrascht, wie gut ich alles verstanden habe, selbst auf Englisch. Dazu muss ich sagen, dass ich ein Fan der BBC-Serie bin, und noch dazu ein sagen wir mal "sehr engagierter" Fan, also dachte ich, dass mir das beim Verständnis hilft. Die Geschichte fing auch sehr ähnlich an wie in der Serie, war dann zum Ende hin aber doch komplett anders. Ab der Hälfte des Buches folgen wir nämlich auf einmal komplett anderen Charakteren und es ist bis zur Aufklärung nicht klar, was die mit dem Fall zu tun haben. Davon war ich zuerst irritiert, aber im Endeffekt war diese "Geschichte in der Geschichte" sehr interessant und hat auf jeden Fall meine Neugierde geweckt.

Ich fand beim Lesen den Gedanken spannend, dass ich die Charaktere und Schauplätze und all die kleinen Sachen schon aus der Serie kenne und sie dann in dem Buch wiedererkenne, was mir wie eine ungewöhnliche Reihenfolge vorkam. Aber es hat mir auch wirklich viel Spaß gemacht. Wer bis jetzt nur die Serie gesehen hat, dem kann ich das Buch auf jeden Fall auch empfehlen: Der Fall schlägt eine andere Richtung ein und bleibt spannend und trotzdem erkennt man manche Sachen wieder, und zumindest mich hat das immer gefreut.

Ich schätze was mir in der Geschichte gefehlt hat war ein spektakuläres Ende. Es setzten sich einfach alle ruhig hin und es wird erklärt wer denn der Täter ist und warum, aber für die Charaktere besteht zu dem Zeitpunkt keine Gefahr mehr, die Puzzleteile werden nur noch abschließend zusammengefügt. Grade an der Stelle hätte die Geschichte etwas mehr Spannung vertragen können. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann mir definitiv vorstellen, die anderen Abenteuer von Sherlock Holmes auch noch zu lesen.

Fazit

Ich bin froh, zu "A Study in Scarlet" gegriffen zu haben. Ich fand die Geschichte sehr interessant und an manchen Stellen sehr überraschend und hatte mit dem Buch auf jeden Fall eine gute Lesezeit. Auch Fans der "Sherlock"-Serie kann ich das Buch ans Herz legen, man entdeckt auf jeden Fall noch Neues.

Sonntag, 18. März 2018

[Rezension] Queens of Geek - Jen Wilde




Preis: 9,49€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 288
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: März 2017
Verlag: Swoon Reads
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

Charlie likes to stand out. She’s a vlogger and actress promoting her first movie at SupaCon, and this is her chance to show fans she’s over her public breakup with co-star Reese Ryan. When internet-famous cool-girl actress Alyssa Huntington arrives as a surprise guest, it seems Charlie’s long-time crush on her isn’t as one-sided as she thought. Taylor likes to blend in. Her brain is wired differently, making her fear change. And there’s one thing in her life she knows will never change: her friendship with her best guy friend Jamie—no matter how much she may secretly want it to. But when she hears about a fan contest for her favorite fandom, she starts to rethink her rules on playing it safe.

Meine Meinung

Über dieses Buch hat man in letzter Zeit von vielen Seiten nur Gutes gehört und ich war selbst unheimlich gespannt. Das Thema klang genau nach meinem Lesegeschmack, schonmal ein gutes Zeichen, und ich weiß es tut nicht wirklich etwas zur Sache, aber ich liebe das Cover. Die Erwartungen waren also hoch, und sie wurden nicht enttäuscht. "Queens of Geek" hat mir einfach eine richtig gute Lesezeit verschafft.

Zu Beginn muss ich eines deutlich machen: Die Geschichte hat nicht wirklich eine Handlung oder einen Spannungsbogen. Keine spannenden Wendungen oder Überraschungen, man kriegt ganz genau das, was man erwartet. Es geht eben um drei Freunde, die eine Convention besuchen, und genau das wird erzählt. Natürlich treffen sie dort noch andere Menschen und es entstehen spannende Interaktionen und Beziehungen, aber eine wirklich "spannende Handlung" gibt es nicht.

Und mich hat das überhaupt nicht gestört. Was mir ganz im Gegenteil besonders gefallen hat, ist dass es überhaupt kein unnötiges Drama gab. Und das ist in diesem Genre wirklich eine Seltenheit. An manchen Stellen hatte ich ein bisschen Angst, dass die Autorin einen komplett unnötigen Konflikt einbaut, um das ganze etwas dramatischer zu machen, aber sie hat sich immer für den anderen (besseren) Weg entschieden: Die Charaktere haben einfach vernünftig kommuniziert. Und das hat mich jedes mal so gefreut! Was mich mal dazu bringen sollte, ein paar Eigenarten dieses Genres zu hinterfragen...

Es gab noch eine ganze Menge anderer Dinge, die mir sehr gut gefallen haben: Etwa Freunde, die gut zueinander sind und sich wundervoll unterstützen. Tolle Repräsentationen eines Charakters mit Angststörung und eines bisexuellen Charakters. Ich mochte auch sehr gerne, wie die Convention-Atmosphäre eingefangen wurde. Und die Autorin hatte immer wieder ermutigende Passagen parat, über wichtige Dinge wie Selbstakzeptanz.

Insgesamt mochte ich "Queens of Geek" vor allem deshalb, weil ich es sehr genossen habe, ein YA-Buch zu lesen, dass einfach klare und gesunde "Moralvorstellungen" hat. Gesunde und starke Freundschaften und Charaktere, die lernen mit ihren Problemen zurechtzukommen soweit es eben geht. UND KEIN UNNÖTIGES DRAMA. Das ist besonders wichtig!

Fazit

"Queens of Geek" ist nicht gerade ein spannendes Buch, es bringt aber andere Qualitäten mit sich. Wer sich für eine Geschichte von ein paar Freunden auf einer Convention interessiert, ausgeschmückt mit starken Freundschaften, starken Charakteren und vielleicht auch der ein oder anderen Liebesgeschichte (aber sicher ohne Drama), der sollte hier zugreifen.

Sonntag, 4. März 2018

[Favoriten] Gelesen, Gesehen, Gehört Februar 2018

Ich habe mich schon vor einiger Zeit von meinen Lesemonats-Posts verabschiedet, weil das Format einfach nicht mehr zu mir gepasst hat (ich lese es komischerweise immer noch sehr gerne auf anderen Blogs). Aber ich würde gerne ein etwas anderes Format ausprobieren, nämlich ein Favoriten-Post am Ende des Monats. Favoriten-Posts sind auch echte Klassiker und fast schon ein bisschen klischeehaft (?), aber ich mag die Idee, nicht einfach alles aufzulisten, sondern ein bisschen etwas über die Dinge zu erzählen, die einem am besten gefallen haben. Also will ich hier meine Favoriten vorstellen unter allen Sachen, die ich im Februar gelesen, mir angesehen und angehört habe.

GELESEN

Mein Buch-Favorit war ganz eindeutig "The sun and her flowers" von Rupi Kaur. Es ist eine Gedicht-Sammlung in der es u.a. um die Themen "Heimat", "Feminismus" und "Selbstliebe" geht, und mich konnte das Buch wirklich überzeugen. Ich fand nicht jedes Gedicht unheimlich toll, aber viele haben mir wirklich gut gefallen und sind hängen geblieben. Die Gedichte sind vor allem recht direkt, man versteht auch wirklich, was die Autorin einem mitteilen möchte. Für mich als "Gedichte-Anfänger" war das ganz praktisch und auch angenehm. Außerdem ist das Buch mit wundervollen Illustrationen auch sehr schön und hochwertig gestaltet.

GESEHEN


Ich habe im Februar wirklich viele Filme geguckt, dafür aber fast gar keine Serien. Eigentlich nur eine, und zwar die erste Staffel von "The Tick", und die kann ich auch sehr empfehlen. Es ist praktisch eine Superhelden-Sitcom, die sich gnadenlos über das Superhelden-Genre lustig macht, ich fand es unheimlich lustig. Die Folgen sind mit 20 bis 30 Minuten auch recht kurz. Das ganze kann man sich bei Amazon Prime Video angucken.


Kommen wir zu den Filmen, da hatte ich einige Favoriten. Unter anderem "Three billboards outside Ebbing, Missouri". Den Film habe ich mir im Kino angesehen und er hat mich ziemlich umgehauen. Regisseur Martin McDonagh hat hier einen Film geschaffen, der Trauer und Gewalt und Humor überraschend gut verbindet, ich kann ihn auf jeden Fall empfehlen.


Ich war nach "Three Billboards" gespannt auf andere Filme des Regisseurs und hab mir deshalb "7 Psychos" angesehen. Und den fand ich sogar noch besser! Es wird wieder so gekonnt Gewalt mit Humor verbunden, die Schauspieler machen einen großartigen Job, und es gibt verschiedene Erzählebenen die am Ende zusammenkommen und ein tolles Gesamtbild ergeben. Der Film hat mir richtig gut gefallen!


Natürlich musste ich mir auch "Black Panther" ansehen und kann mich der Begeisterung, die im Internet herrscht, eigentlich nur anschließen. Der Film ist relativ lang, wirkt aber an keiner Stelle langweilig, man hat beim Zusehen Spaß und es ist spannend, die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet, die Musik ist toll, der Look des Films ist auch einfach super schön und man hat einen interessanten Bösewicht. Ein absolut gelungener Marvel-Film!


Man, "Swiss Army Man" ist merkwürdig, und ich liebe es! Es geht um einen jungen Mann, der auf einer Insel gestrandet ist und eigentlich keinen Ausweg mehr sieht, dann aber eine Leiche findet, die ihm vielleicht helfen könnte. Und bei so einer merkwürdigen Story schafft der Film es, voller Herz und Ehrlichkeit zu sein und eigentlich mehr eine Geschichte über das Leben als eine über eine Freundschaft mit einer Leiche zu werden. Riesige Empfehlung!


"Moonrise Kingdom" war auch ein wenig merkwürdig, aber in der bestmöglichen Art und Weise. Allein schon weil er so ungewöhnlich und gekonnt gefilmt ist sollte man sich den Film mal angucken. Die Geschichte um zwei Außenseiter die zusammen weglaufen und all die merkwürdigen Erwachsenen, die nach ihnen suchen, ist aber auch einfach wunderbar.


Mit dem Film bin ich nun wirklich spät dran, aber ich habe erst jetzt zum ersten Mal "Die fabelhafte Welt der Amelie" gesehen, und es war toll! Ein wunderschöner Film mit einer tollen Protagonistin über die kleinen und großen Dinge im Leben.


Mein letzter Film-Favorit ist "Sing Street", und vielleicht war das sogar mein liebster Film in diesem Monat. Oh man, was für ein Meisterwerk! Und dabei versuche ich, nicht so oft mit diesem Wort um mich zu werfen. In dem Film geht es auf den ersten Blick um ein paar Jungs, die eine Band aufbauen wollen, aber es geht auch um das Verfolgen seiner Träume, darum, sich selbst zu finden, um Freundschaft und Liebe und Familie, und DIE MUSIK! Ohh, ein fantastischer Soundtrack! Das ganze spielt übrigens in den 80ern, und diese Atmosphäre kommt in dem Film toll rüber.

GEHÖRT

Nach all den Film-Favoriten jetzt noch kurz meine Lieblinge in der Kategorie "Gehört". Ich werde immer und immer mehr zum Musical-Fan, und in diesem Monat habe ich wieder viel "Hamilton" gehört. Das mache ich eigentlich schon seit über einem Jahr, aber das Musical hört nicht auf, mich zu begeistern. Auch habe ich jetzt "The book of mormon" für mich entdeckt, ein Musical dass mich beim Hören einfach jedes Mal zum Lachen bringt.

Ansonsten höre ich natürlich den "Sing Street"-Soundtrack auch Dauerschleife. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass der mit jedem Mal besser wird, mal sehen, wie lange ich mir den noch anhören kann, bevor der mir zu den Ohren rauskommt.

ÜBRIGENS 

...normalerweise gucke ich nicht so viele Filme, und habe schon gar nicht so viele Film-Highlights. Das war einfach ein guter Film-Monat. 
Mir hat es echt viel Spaß gemacht, diesen Post zu schreiben. Vielleicht kommt sowas ja jetzt öfter. Was haltet ihr denn von solchen Favoriten-Beiträgen?^.^

Sonntag, 18. Februar 2018

[Rezension] Unconventional - Maggie Harcourt




Preis: 7,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 464
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Februar 2017
Verlag: Usborne
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

Lexi Angelo has grown up helping her dad with his events business. She likes to stay behind the scenes, planning and organizing...until author Aidan Green - messy haired and annoyingly arrogant - arrives unannounced at the first event of the year. Then Lexi's life is thrown into disarray.
In a flurry of late-night conversations, mixed messages and butterflies, Lexi discovers that some things can't be planned. Things like falling in love...

Meine Meinung

Da ich meine Freizeit am liebsten auf Conventions verbringe, klang dieses Buch nach genau dem richtigen für mich. Dementsprechend hatte ich natürlich ganz schön hohe Erwartungen, und vielleicht war genau das mein Fehler, denn das Buch konnte bei mir nicht so richtig punkten. Es gab einige Dinge, die mir gut gefallen haben - aber auch viele, die ich schlecht fand.

Ich hatte mich so auf den ganzen Fandom- und Convention-Aspekt der Geschichte gefreut, aber ein wenig wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht. Die Protagonistin Lexi hilft beim Ausrichten von Conventions, und das heißt für den Leser, dass man ganz viele Listen und Organisationsstress bekommt, aber nicht so wirklich viel Fandom oder eben Erlebnisse auf einer Convention. Das fand ich etwas enttäuschend, andererseits war es aber auch mal interessant, sich mit dieser Seite von solchen Veranstaltungen zu beschäftigen. Die zu organisieren muss echt der pure Stress sein!

Am meisten gestört hat mich an der Geschichte, dass ich bei den Emotionen nicht so richtig mitgehen konnte, es hat mich nicht berührt. Vor allem das ganze Liebes-Drama konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen und es hat sich angefühlt, als ob die Geschichte dadurch nur gestreckt werden würde. Gefühlt hat sich die Protagonistin die meisten ihrer Probleme einfach nur selbst eingeredet, und sowas wird irgendwann eben einfach nervig.

Was mir wiederum gut gefallen hat war die Darstellung von Freundschaften. Zwar konnten die mich auch nicht immer berühren, aber ich fand es toll wie sich in dem Buch Freunde füreinander eingesetzt haben und dass eben nicht einfach ein Love Interest daherkommt und die Protagonistin ihre Freunde sofort vergisst. Ich mochte es auch, dass die Beziehung zwischen Lexi und ihren Eltern ein sehr zentraler Punkt in der Geschichte war und relativ ausführlich behandelt wurde, das hat ihrem Charakter dann doch nochmal Tiefe gegeben.

Insgesamt fand ich das Buch einfach ganz okay, nicht wirklich mehr und auch nicht weniger. Es war ganz nett, ein paar Lesestunden in Lexis Welt zu verbringen, und ich habe mich auch unterhalten gefühlt, aber ich denke, in diesem Sub-Genre (also YA-Fandom-Geschichten) gibt es ein paar bessere Vertreter, die ich eher empfehlen könnte.

Fazit

"Unconventional" hat mich nach meinen hohen Erwartungen an das Buch ein wenig enttäuscht zurückgelassen, insgesamt fand ich es aber in Ordnung. Es ist durchaus klischeehaft und die Liebes-Probleme sind an den Haaren herbeigezogen, aber die Darstellung von Freundschaften und Eltern-Kind-Beziehungen fand ich gelungen und auch der Einblick hinter die Kulissen von Conventions ist durchaus interessant.
 

Sonntag, 4. Februar 2018

[Rezension] Talking as fast as I can - Lauren Graham





Preis: ~9€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 240
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: November 2016
Verlag: Ballantine Books
Rezensionsexemplar?: nein


Inhalt

In this collection of personal essays, the beloved star of Gilmore Girls and Parenthood reveals stories about life, love, and working as a woman in Hollywood—along with behind-the-scenes dispatches from the set of the new Gilmore Girls, where she plays the fast-talking Lorelai Gilmore once again.
*Quelle*

Meine Meinung

Letztes Jahr habe ich endlich mit „Gilmore Girls“ angefangen und dann auch die gesamte Serie geguckt (die schon ziemlich süchtig macht). Mein Lieblingscharakter war von Anfang an Lorelai und auch die Schauspielerin, die sie verkörpert, Lauren Graham, fand ich sehr sympathisch. Da ist ihr Buch mit autobiographischen Essays natürlich sofort auf die Wunschliste gewandert, und jetzt habe ich endlich dazu gegriffen.

Nach dem Lesen ist mir Lauren Graham noch sympathischer. Es ist fast schon schwer zu glauben, dass Lorelei Gilmore das Buch nicht geschrieben hat, manchmal klingt das Ganze so unheimlich nach ihr. Es ist sehr witzig und hat durchaus Tempo und es fühlt sich wirklich an, als ob man von einer Freundin lesen würde.

Lauren Graham erzählt von ihren Anfängen als Schauspielerin, vom Leben in Hollywood voller Fashion und Diät-Vorschriften und von vielem anderen, und besonders viel erzählt sie über Gilmore Girls. Ich habe unheimlich viel neues erfahren und fand das alles auch wirklich interessant. So ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich besonders für Fans.

Wie das in so einem Buch voller Essays eben so ist gefallen einem manche besser als andere. Mache Kapitel waren einfach ein bisschen witziger/spannender/interessanter. Mich konnte aber jeder Text irgendwie unterhalten.

Ich habe nicht wirklich viel Negatives über das Buch zu berichten, man kriegt hier so ziemlich genau das, was man erwartet, und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Nur manchmal verliert man komplett den roten Faden, weil die Autorin gerne mal abschweift. Aber am Ende eines Textes ergibt alles dann doch wieder Sinn, manchmal muss man nur ein wenig Geduld haben.

Fazit

„Talking as fast as I can“ hat mir wirklich gut gefallen. Die Texte sind sympathisch und unterhaltsam und man kriegt spannende Einblicke hinter die Kulissen.

Sonntag, 21. Januar 2018

[Rezension] Landline - Rainbow Rowell




Preis: ~ 9€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 356
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: März 2015
Verlag: Orion
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

As far as time machines go, a magic telephone is pretty useless.
TV writer Georgie McCool can’t actually visit the past; all she can do is call it, and hope it picks up. And hope he picks up -- because once Georgie realizes she has a magic phone that calls into the past, all she wants is make things right with her husband, Neal.
Maybe she can fix the things in their past that seem unfixable in the present. Maybe this stupid phone is giving her a chance to start over. . .  Does Georgie want to start over?
*Quelle*

Meine Meinung

Ich liebe Rainbow Rowells Bücher. Nachdem sie mit „Fangirl“ und „Carry on“ endgültig zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden ist, wollte ich auch ihre anderen Bücher lesen. Irgendwann war dann eben auch „Landline“ dran.

Und man merkt so sehr, von welcher Autorin dieses Buch kommt. Viele der Qualitäten, die man aus ihren anderen Büchern kennt, findet man auch hier. Die witzigen und natürlichen Dialoge, Charaktere über die man mehr erfahren möchte und ein wunderbar lockerer Schreibstil. Dann ist das Buch aber auch wieder anders. Es ist zum Beispiel kein Jugendbuch. Die Charaktere sind in ihren 30ern, die Protagonistin Georgie ist bereits verheiratet und hat Kinder. Es gibt mit dem magischen Telefon, mit dem man die Vergangenheit erreicht, auch ein übernatürliches Element (das viele Fragen aufwirft). Es fühlt sich definitiv anders an als einen ihrer Contemporary YA-Romane zu lesen.

Was an „Landline“ auffällt ist die sehr knappe Handlung. Es passiert wirklich nicht viel, es ist eher so, dass wir uns im Super-Zoom Georgies Gefühlsleben ansehen. Und das geht drunter und drüber (wenn man ein magisches Telefon entdeckt auch durchaus verständlich). Zwischendurch war ich fast etwas genervt von Georgies überschwänglichen Gefühlen, aber ich konnte es auch gut nachvollziehen. Es hat Sinn gemacht.

Und insgesamt hat mir hier das Lesen auch einfach Spaß gemacht. Ich mag diese gewisse Quirkiness, die die Autorin immer in ihre Geschichten bringt, und die Charaktere und die (Liebes-)Geschichte sind auch wirklich toll. Und es gibt soo viele Flashbacks! Man erfährt mehr und mehr über den Anfang der Beziehung zwischen Georgie und ihrem Mann, und diese Abschnitte haben mir sehr gefallen (ich habe zugegebenermaßen viel für Flashbacks übrig). Auch die gesamte Plotline über die Beziehung zwischen Georgie und ihrem besten Freund war toll.

Und wer „Fangirl“ mochte, der darf sich in „Landline“ auf eine wundervolle Cameo freuen (ich hab mich SEHR gefreut).

Fazit

Ja, „Landline“ hat nur wenig Handlung, aber mich hat es trotzdem sehr gut unterhalten. Die Dialoge waren toll, die Flashbacks spannend, und ein magisches Telefon schafft es einfach, Interesse zu wecken.