Sonntag, 25. Juni 2017

[Rezension] Attachments - Rainbow Rowell



Preis: ~ 9,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 357
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Februar 2012
Verlag: Orion
Rezensionsexemplar?: nein


Inhalt

It's 1999 and the internet is still a novelty. At a newspaper office, two colleagues, Beth and Jennifer, e-mail back and forth, discussing their lives in hilarious details, from love troubles to family dramas. And Lincoln, a shy IT guy responsible for monitoring e-mails, spends his hours reading every exchange.
At first their e-mails offer a welcome diversion, but the more he reads, the more he finds himself falling for one of them. By the time Lincoln realises just how head-over-heels he is, it's too late to introduce himself.
After a series of close encounters, Lincoln eventually decides he must follow his heart... and find out if there is such a thing as love before first sight.
*Quelle*

Meine Meinung

„Things get better – hurt less – over time. If you let them.” (S. 339)

Das war einfach süß! Einfach nur süß! Damit kann man die Rezension eigentlich schon abschließen. Aber ich glaub ich erzähl dann doch vielleicht noch ein bisschen mehr über das Buch.

In den letzten Monaten habe ich immer wieder zu Büchern von Rainbow Rowell gegriffen, und mittlerweile gehört sie eindeutig zu meinen Lieblingsautoren! „Attachments“ war die fünfte Geschichte, die ich von der Autorin gelesen habe, und ist außerdem ihr Debüt. Die vier anderen Bücher habe ich übrigens mit der vollen Punktzahl bewertet, um das mal in ein Verhältnis zu setzen. Und auch nach „Attachments“ ist meine Begeisterung nicht gebrochen.

Die Ausgangssituation in dem Buch ist schon etwas ungewöhnlich: Lincoln arbeitet bei einer Zeitung und hat die Aufgabe, den E-Mail-Austausch der Mitarbeiter zu überwachen. Und über die E-Mails zwischen zwei Mitarbeiterinnen verliebt er sich in die eine. Zugegeben, ein Buch mit dieser Prämisse kann ganz schnell in Klischees abdriften, aber das passiert hier eben nicht. Diese Situation macht ganz viele Fragen auf: Wie geht man damit um, in jemanden verliebt zu sein, der nichts von einem weiß? Und wie kommt man damit klar, fremde Mails zu lesen? Das Buch behandelt alle Fragen, die aufkommen, super. Außerdem schafft die Geschichte es, witzig und locker, aber auch tiefgreifender zu sein. Es geht auch darum, dass man älter wird und einfach noch nicht da ist, wo man hinwill, oder auch gar nicht weiß, wo man hinwill. Für mich war das alles eine tolle Mischung, und ich glaube, für „Tweens“ (sagt man das so, also Leser in ihren 20ern?) ist das ein absolut lesenswertes Buch. Für andere Altersgruppen natürlich auch.

Rainbow Rowell hat so eine Art, wirklich authentische Charaktere zu schaffen, und das weiß ich sehr zu schätzen. Ich habe mich mit dem Protagonisten Lincoln sehr verbunden gefühlt und konnte wirklich oft nachvollziehen, wie er sich fühlt. Und unterhaltsam und mitreißend schreiben kann die Autorin sowieso: Die Mail-Unterhaltungen zwischen Jennifer und Beth waren wirklich lustig!

Ich habe es wirklich sehr genossen, das Buch zu lesen, aber trotzdem habe ich einen Kritikpunkt: In der Mitte zieht sich das Buch ein bisschen und es passiert nicht ganz so viel. Dafür hätte ich am Ende gerne 20 Seiten mehr gehabt, um die Auflösung noch ein bisschen genauer auszuarbeiten. Ansonsten hatte ich wirklich viel Spaß mit dem Buch!

Fazit

Mal wieder ein tolles (und unheimlich süßes) Buch von Rainbow Rowell! Wer die Autorin oder den Klappentext oder beides mag, der kann hier wohl nicht viel falsch machen. Zwar zieht sich das Buch in der Mitte etwas, aber es ist trotzdem unterhaltsam und lustig und die Charaktere sind sehr authentisch. Mir hat die Geschichte sehr viel Spaß gemacht!


Sonntag, 18. Juni 2017

[Rezension] The upside of unrequited - Becky Albertalli




Preis: ~ 9,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 368
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: April 2017
Verlag: Penguin
Rezensionsexemplar?: nein


Inhalt

Seventeen-year-old Molly Peskin-Suso knows all about unrequited love-she's lived through it twenty-six times. She crushes hard and crushes often, but always in secret. Because no matter how many times her twin sister, Cassie, tells her to woman up, Molly can't stomach the idea of rejection. So she's careful. Fat girls always have to be careful.

Then a cute new girl enters Cassie's orbit, and for the first time ever, Molly's cynical twin is a lovesick mess. Meanwhile, Molly's totally not dying of loneliness-except for the part where she is.
Luckily, Cassie's new girlfriend comes with a cute hipster-boy sidekick. Will is funny, flirtatious, and just might be perfect crush material. Maybe more than crush material. And if Molly can win him over, she'll get her first kiss and she'll get her twin back.
There's only one problem: Molly's coworker, Reid. He's an awkward Tolkien superfan, and there's absolutely no way Molly could fall for him. Right?

Meine Meinung

That’s the thing about change. It’s so painfully normal. It’s the most basic of all tragedies.” (S. 300)

Im letzten Jahr war “Nur drei Worte” von Becky Albertalli eines meiner absoluten Highlights! Es war süß und lustig und man konnte es einfach nicht zur Seite legen. Ich hab es geliebt! Da war für mich klar, dass ich das nächste Buch der Autorin auch so schnell wie möglich lesen wollte. Und ich kann zum Glück verkünden, dass auch „The upside of unrequited“ wieder süß, lustig und ein totaler Page Turner ist.

Dabei ist es kein neues „Nur drei Worte“. Dazu hat es dann tatsächlich doch nicht gereicht. Trotzdem bin ich sehr begeistert. Wobei die Ausgangslage eigentlich relativ stumpf ist: Unsere Protagonistin Molly hätte wirklich gerne einen festen Freund. Das an sich macht noch keine gute Geschichte, zum Glück gibt es noch viele andere Themen, die beleuchtet werden, und das Buch insgesamt lesenswert machen. Die Beziehung zwischen Geschwistern und wie sich diese beim erwachsen werden ändert ist auch ein großes Thema, und ich finde, es wird sehr gut behandelt. Auch Freundschaften spielen eine Rolle, und so ist die Geschichte dann doch ein wenig mehr als eine seichte Romanze. Trotzdem nimmt das Buch sich nicht zu ernst (falls das jetzt irgendwie Sinn ergibt). Es geht um verschiedene wichtige Aspekte des Erwachsen-werdens, und doch ist es okay, dass das Buch unter’m Strich einfach ist, was es ist: Eine süße, lustige Liebesgeschichte.

Lustig ist da auch ein gutes Stichwort. Das Buch hat mich sehr oft zum Lachen gebracht! Und daran ist der Schreibstil schuld. Manche Sprüche waren einfach zu gut, und die Autorin kann Jugendliche und deren Gefühlswelt einfach sehr realistisch darstellen. Ich zumindest hatte an einigen Stellen das Gefühl, dass ich solche Gedanken oder Gefühle doch auch schon hatte.

Das Buch wäre für mich wirklich fast perfekt gewesen, aber auch nur fast. Es gab ein paar (sehr) wenige Stellen, bei denen ich mit Mollys Handlungen nicht einverstanden war. Und manchmal hat mich der ein oder andere Charakter auch einfach extrem genervt. Aber das kam nur sehr selten vor, insgesamt war ich doch sehr begeistert.

Ach ja, man sollte wohl erwähnen, dass die Charaktere sehr divers sind. Es werden verschiedene Nationalitäten und Sexualitäten repräsentiert, was natürlich toll ist. Und, auch wenn das nicht ganz so wichtig ist, es gibt in dem Buch ganz viel Pinterest und DIY-Liebe!

Fazit

„The upside of unrequited“ ist ein süßes und extrem lustiges Jugendbuch und ein absoluter Page Turner! Auch wenn ich an sehr wenigen Stellen meine Probleme mit der Geschichte hatte, kann ich das Buch insgesamt auf jeden Fall empfehlen!